Erektile Dysfunktion – Individuelle Therapien, die jedem Mann helfen können?

Ein unbeschwertes Sexualleben für mehr Lebensqualität

Wenn sich das männliche Glied nicht mehr ausreichend versteift, liegt dies oft nicht an mangelnder Erregung. Speziell bei Männern im fortgeschrittenen Alter ist Impotenz meistens ein Symptom für bestimmte körperliche Erkrankungen. Allerdings ist die Zeit längst vorbei, in der sich Männer in ihr Schicksal fügen. Während der letzten Jahre wurden etliche innovative Therapien entwickelt, um Erektionsstörungen komplett aus der Welt zu schaffen.

Therapieformen zur Behandlung von Erektionsstörungen

Mithilfe dieser neuen Therapiemöglichkeiten kann von einer deutlichen Verbesserung der erektilen Dysfunktion bis zur vollständigen Heilung der Impotenz alles möglich sein. Wichtig ist hierbei, dass vor jeder Therapie durch einen Spezialisten für erektile Dysfunktion eine exakte Diagnose zu stellen ist.

Behandlungsformen für Impotenz sind unter anderem:

– Unterschiedliche Therapien durch den Einsatz von Medikamenten/Tabletten wie z.B. Sildenafil oder einem neu entwickelten Gel
– Intrakavernöse Injektions-Therapie (Penisspritze)
– Intraurethrale Medikamente: Hierbei wird ein Pellet (längliche Tablette) mithilfe eines Applikators durch die Harnröhre eingeführt
– Testosteron Behandlung
– Mechanische- (Penisring oder Vakuumpumpe) und Elektrostimulation
– sowie Operationsmöglichkeiten.

Dazu kommen weitere Therapieformen wie individuell abgestimmtes körperliches Training, Psychotherapie und Coaching und natürlich eine gesunde Lebensführung.

Die genannten Methoden zur Behandlung von Erektionsstörungen sind an keinerlei Altersgrenze gebunden. Entscheidend ist dabei jedoch stets eine ärztliche Beratung, damit eine persönlich abgestimmte Lösung gefunden wird. Übrigens: Die meisten Erektionsstörungen sind, entgegen allgemeiner Annahme, organischen Ursprungs und werden auch dazu passend behandelt. Die Psyche erfährt dadurch natürlich auch eine positive Unterstützung, was sich beispielsweise durch mehr Selbstbewusstsein zeigt.

Behandlungsmöglichkeiten für erektile Dysfunktion

Über die Möglichkeiten Impotenz zu behandeln wurde bereits weltweit viel geforscht. Die Einführung oraler Medikation gilt dabei als bahnbrechend. Da diese allerdings nicht für jeden Betroffenen geeignet ist, werden auch andere therapeutische Möglichkeiten eingesetzt, um Erektionsstörungen deutlich zu verbessern oder auch ganz zu beseitigen.

Hierzu gehört zum Beispiel die Stammzellentherapie, Stoßwellentherapie und als ambulanter chirurgischer Eingriff die Behebung eines venösen Lecks im Schwellkörper.
Die moderne Medizin geht heutzutage davon aus, dass eine Stammzellentherapie (Injektion in den Schwellkörper) zur Behebung von Impotenz eine interessante Alternative sei, wenn Diabetes, höheres Alter eventuell eine Nervenverletzung andere Behandlungen nicht zulassen. In Tierversuchen zeigte sich der Therapieansatz als sehr vielversprechend, allerdings auch enorme Nebenwirkungen. Für Menschen gibt es jedoch derzeit keine Studien, die diese Erfolgsaussicht untermauern.

Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) erfolgen niedrig dosierte Stoßwellen, die völlig ohne Schmerzen wirken. Im Wissenschaftsjournal ISSM (International Society of Sexual Medicine) erschien dazu eine Analyse mit verfügbaren Studiendaten. Letztendlich kamen die Autoren des Artikels zu dem Ergebnis, dass die Stoßwellentherapien bei erektiler Dysfunktion ein bemerkenswerter Ansatz ist, die Effektivität sich jedoch noch nicht genau nachweisen lasse. Deshalb werden noch intensivere und bessere Studien benötigt.

Penile Venenchirurgie – sogenannte venöse Lecks verschließen

Je älter die, von Impotenz betroffenen Männer sind, desto weniger elastisch sind deren Blutgefäße und können dadurch Erektionsstörungen hervorrufen. Die Schwellkörper können letztendlich nicht ausreichend Blut aufnehmen. Wenn dazu das Blut auch zu schnell abfließt, ist die Gliedsteife gefährdet. In diesem Fall sprechen Fachärzte von einer venösen Leckage beziehungsweise einem Leck.

Für die Venenchirurgie am Penis (penile Venenchirurgie) stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Meistens unterbindet der Chirurg die jeweiligen Venen im Bereich des Penis. Oft wird auch eine Embolisation mittels Katheder durchgeführt: Herbei werden die sogenannten Lecks zum Beispiel durch Ballons, Spiralen oder Coils verschlossen. Durch wissenschaftliche Studien wurde allerdings nachgewiesen, dass Komplikationen wie Gefühlsstörungen im Glied, Penishaut-Ödeme und Penis-Verkürzungen sowie Infektionen auftreten können. Langzeit-Studien bewiesen zudem, dass nach gewisser Zeit zum Teil erneut Abschlusswege auftreten können.

Quellen:

Männergesundheit (2018) Erektile Dysfunktion: Therapie und Heilung von Impotenz – Für jeden Mann die richtige Therapie. Online verfügbar unter: https://www.maennergesundheit.info/erektionsstoerungen/therapie.html, zuletzt geprüft am 24.04.2018.

Landzettel, A.-K. (2018): Wenn die Erektion schnell wieder verschwindet. Online verfügbar unter: https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_77841306/impotenz-oft-steckt-ein-venoeses-leck-dahinter.html, zuletzt geprüft am 24.04.2018.

Onmeda (2017): Erektionsstörung: Ursachen, Symptome und Therapie. Online verfügbar unter: https://www.onmeda.de/krankheiten/impotenz.html, zuletzt geprüft am 24.04.2018.

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